Gesundes Raumklima im Büro – Klimaanlagen, Zugluft und die nächste Hitzewelle

Modernes Büro mit Beschäftigten und einer Klimaanlage, die gekühlte Luft sanft und gleichmäßig im Raum verteilt.

 

Ein gesundes Raumklima im Büro ist eine wichtige Voraussetzung für konzentriertes und angenehmes Arbeiten. Gerade im Sommer können hohe Temperaturen die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden der Beschäftigten beeinträchtigen. Klimaanlagen bieten wirksame Abhilfe – vorausgesetzt, sie sind richtig ausgewählt, montiert und eingestellt.

Dabei ist nicht nur die Kühlleistung entscheidend. Besonders wichtig ist die Frage, wie sich die gekühlte Luft im Raum verteilt und ob Beschäftigte störender Zugluft ausgesetzt werden.

Ein Vergleich ausgewählter Klimageräte von Samsung, Daikin und Mitsubishi Electric zeigt, welche Unterschiede zwischen einfachen Standardgeräten und komfortorientierten Lösungen bestehen.

01 – Die nächste Hitzewelle kommt – Unternehmen sollten vorbereitet sein

Heiße Sommertage und längere Hitzeperioden stellen Unternehmen zunehmend vor die Herausforderung, geeignete Arbeitsbedingungen in Büros sicherzustellen.

Besonders Räume mit großen Fensterflächen, intensiver Sonneneinstrahlung oder hohen inneren Wärmelasten können sich erheblich aufheizen.

Das Umweltbundesamt weist langfristig auf eine zunehmende Wärmebelastung durch steigende Temperaturen und heiße Tage hin. Wie heiß ein einzelner Sommer ausfallen wird, lässt sich daraus allerdings nicht zuverlässig vorhersagen.

Für Arbeitgeber stellt sich deshalb eine praktische Frage:

Wie können Büroräume so temperiert werden, dass Beschäftigte auch an heißen Tagen konzentriert und möglichst komfortabel arbeiten können?

Eine Klimaanlage kann dazu beitragen. Allerdings sollte ihre Auswahl nicht ausschließlich nach Kühlleistung und Anschaffungspreis erfolgen.

Ebenso wichtig sind:

  • eine geeignete Dimensionierung,

  • eine durchdachte Positionierung des Innengeräts,

  • eine möglichst gleichmäßige Luftverteilung,

  • eine geringe Geräuschentwicklung,

  • eine einfache und bedarfsgerechte Regelung.

Merksatz: Nicht die möglichst niedrige Raumtemperatur ist das Ziel, sondern ein angenehmes Raumklima ohne unnötige Wärmebelastung und störende Luftströmungen.

02 – Warum Zugluft das Raumklima im Büro beeinträchtigt

Eine Klimaanlage führt gekühlte Luft in den Raum ein. Trifft dieser Luftstrom dauerhaft direkt auf Kopf, Nacken, Schultern, Rücken oder Beine, kann er als unangenehm empfunden werden.

Dabei kommt es nicht allein auf die Lufttemperatur an. Entscheidend ist auch, mit welcher Geschwindigkeit und aus welcher Richtung sich die Luft bewegt.

Das Zugluftempfinden wird insbesondere beeinflusst durch:

  • die Geschwindigkeit der Luftströmung,

  • die Temperatur der zugeführten Luft,

  • Schwankungen und Turbulenzen der Luftbewegung,

  • die Bekleidung und körperliche Tätigkeit,

  • die Dauer der Einwirkung,

  • die Position des Arbeitsplatzes zum Innengerät.

Bei sitzender Bürotätigkeit können bereits vergleichsweise geringe Luftbewegungen als störend empfunden werden.

Technische Regeln und Veröffentlichungen der gesetzlichen Unfallversicherung behandeln deshalb auch die Luftgeschwindigkeit und die Vermeidung unangenehmer Zugerscheinungen.

Wichtig: Eine Klimaanlage ist nicht grundsätzlich gesundheitlich problematisch. Beschwerden entstehen häufig erst durch eine ungünstige Luftführung, zu niedrige Temperatureinstellungen oder dauerhaft direkt auf Personen gerichtete Luftströme.

Die Planung einer Klimaanlage sollte immer berücksichtigen, wo Beschäftigte tatsächlich sitzen und wie sich die Luft im Raum verteilt. Eine möglichst gleichmäßige Kühlung ist häufig sinnvoller, als einen einzelnen Bereich mit einem starken Luftstrom besonders schnell abzukühlen.

Komfortfunktionen moderner Klimageräte können dabei helfen, die Luft gezielter zu verteilen oder den direkten Luftstrom auf Personen zu reduzieren. Sie ersetzen jedoch nicht die sorgfältige Planung und Einstellung der Anlage.

03 – Was eine gute Klimaanlage für Büroarbeitsplätze leisten sollte

Arbeitssicherheit Hillebrand · Praxishilfe

Der Hillebrand-Check: Sechs Kriterien für zugluftarme Klimatisierung

Bei der Auswahl einer Klimaanlage für das Büro lohnt sich ein genauer Blick auf die Komforteigenschaften des Innengeräts. Prüfen Sie die folgenden sechs Punkte, bevor Sie sich für ein Modell entscheiden. Setzen Sie jeweils ein Häkchen, wenn die Eigenschaft bei dem betrachteten Gerät vorhanden oder ausreichend geklärt ist.

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Wichtig: Diese Checkliste ist eine Orientierungshilfe und kein unabhängiger Produkttest. Ein Häkchen bedeutet, dass ein Punkt geprüft wurde und die Eigenschaft vorhanden oder ausreichend geklärt ist. Die tatsächliche Komfortwirkung hängt auch von Raumgeometrie, Montageposition, Einstellungen und Nutzung ab.

Prüfen Sie die Eigenschaften des gewünschten Geräts anhand der Herstellerunterlagen und der geplanten Einbausituation.

04 – Standard oder Komfort? Drei Hersteller im Vergleich

Am Markt werden zahlreiche Klimageräte angeboten, die sich hinsichtlich Luftführung, Geräuschentwicklung und Komfortausstattung unterscheiden.

Für einen praxisnahen Vergleich betrachten wir jeweils ein einfacheres Standardmodell und ein komfortorientiertes Modell von drei bekannten Herstellern.

Im Mittelpunkt stehen wandmontierte Innengeräte in der Größenordnung von etwa 2,5 kW Kühlleistung.

Samsung – klassische Luftführung und WindFree-Technologie

Samsung AR35 – Standardgerät

Die AR35-Reihe arbeitet mit einer konventionellen Luftführung über einstellbare Luftleitlamellen.

Bei geeigneter Montage und sorgfältiger Einstellung kann damit eine zweckmäßige Klimatisierung erreicht werden.

Der Luftstrom wird allerdings vergleichsweise gerichtet abgegeben. Die Position des Innengeräts ist deshalb besonders wichtig.

Samsung WindFree Elite S2 – Komfortgerät

Die WindFree-Technologie verfolgt einen anderen Ansatz.

Nach einer zunächst aktiven Abkühlung kann die Luft über zahlreiche kleine Öffnungen in der Gerätefront verteilt werden. Dadurch wird ein konzentrierter, unmittelbar spürbarer Luftstrahl reduziert.

Für dauerhaft besetzte Büroarbeitsplätze kann diese Art der Luftverteilung besonders interessant sein.

Eine vollständige Vermeidung jeglicher Luftbewegung ist damit allerdings nicht verbunden.

Daikin – Sensira und Perfera

Daikin Sensira – Standardgerät

Die Sensira ist eine vergleichsweise einfache Klimageräteserie mit konventioneller Luftführung.

Sie eignet sich zur Kühlung von Räumen, wenn Positionierung und Einstellung sorgfältig geplant werden.

Wie bei anderen Standardgeräten kann ein direkt auf Beschäftigte gerichteter Luftstrom als störend empfunden werden.

Daikin Perfera – Komfortgerät

Die Perfera-Serie verfügt über weiterentwickelte Funktionen zur Luftverteilung.

Dazu gehören je nach Ausführung eine dreidimensionale Luftführung und zusätzliche Komfortfunktionen, teilweise auch eine personenabhängige Luftlenkung.

Die Konstruktion soll eine möglichst gleichmäßige Verteilung der gekühlten Luft unterstützen.

Anders als Samsung WindFree arbeitet Daikin dabei nicht mit demselben Mikroöffnungsprinzip.

Mitsubishi Electric – HR und AY

Mitsubishi Electric HR – Standardgerät

Die HR-Serie bietet eine konventionelle Klimatisierung mit grundlegenden Einstellmöglichkeiten zur Luftlenkung.

Für den Einsatz im Büro kommt es wesentlich darauf an, den Hauptluftstrom nicht dauerhaft auf Beschäftigte auszurichten.

Mitsubishi Electric AY – Komfortgerät

Die AY-Serie ist komfortorientierter ausgestattet und zeichnet sich insbesondere durch einen leisen Betrieb und weiterentwickelte Funktionen zur Luftführung aus.

Gerade für Einzelbüros und konzentrierte Bildschirmarbeit kann ein niedriger Geräuschpegel von Vorteil sein.

Allerdings gilt auch hier: Ein leises Gerät ist nicht automatisch zugluftfrei.

05 – Klimageräte im direkten Vergleich: Komfort und Preis

 Raumklima im Büro verbessern: Klimaanlagen richtig auswählen und einstellen.

Die folgende Tabelle stellt ausgewählte Innengeräte der drei Hersteller gegenüber.

Die Bewertung konzentriert sich auf die konstruktiven Möglichkeiten zur angenehmen Luftverteilung und den Komfort im Büroalltag.

HILLEBRAND-CHECK – Hinweise zur Vergleichstabelle

Die Komfortbewertungen sind eine fachliche, qualitative Orientierung und keine Ergebnisse einer unabhängigen Produktprüfung. Die aufgeführten Preise sind aktuelle Recherchewerte vom 12.10.2026. Sämtliche Preise beziehen sich ausschließlich auf Innengeräte.

Hersteller / KategorieKomfortbewertungInnengerätPreisorientierung*
Samsung – StandardBefriedigend – konventioneller, gerichteter LuftstromAR35, AR09TXHQASINEUca. 400 €
Samsung – KomfortSehr gut – großflächige Luftverteilung durch WindFree-TechnologieWindFree Elite S2, AR70F09CAAWNEUca. 599 €
Daikin – StandardGut – einstellbare konventionelle LuftführungSensira, FTXF25Fca. 383 €
Daikin – KomfortSehr gut – weiterentwickelte dreidimensionale LuftführungPerfera, FTXM25Aca. 520 €
Mitsubishi Electric – StandardBefriedigend – grundlegende LuftlenkungMSZ-HR25VFca. 120 €
Mitsubishi Electric – KomfortGut bis sehr gut – leiser Betrieb und komfortorientierte LuftführungMSZ-AY25VGKPca. 399 €

Die genannten Preise sind unverbindliche Orientierungswerte aus recherchierten Händlerangeboten und Herstellerpreislisten, Stand 12. Oktober 2026. Sie beziehen sich ausschließlich auf die jeweiligen Innengeräte, ohne Außengeräte, Installation und Versand.

Herstellerlistenpreise können erheblich von tatsächlichen Marktpreisen abweichen. Die Preise und die Verfügbarkeit sind vor einer Bestellung zu überprüfen. Die Komfortbewertungen sind fachliche, qualitative Einschätzungen und keine Ergebnisse unabhängiger Produktprüfungen.

Für die Auswahl einer Klimaanlage sind neben dem Anschaffungspreis insbesondere Luftverteilung, Geräuschentwicklung, Montageposition und die konkreten Arbeitsbedingungen maßgeblich.

Die Modellbezeichnungen, Marktvarianten, aktuellen Preise und die Kompatibilität mit den vorgesehenen Außengeräten sind vor einer Bestellung zu überprüfen.

Wie sind die Unterschiede zu bewerten?

Die Komfortmodelle verfügen über zusätzliche konstruktive Möglichkeiten, um die Luft angenehmer im Raum zu verteilen.

Das kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn Beschäftigte viele Stunden an einem festen Arbeitsplatz sitzen.

Standardgeräte können bei günstiger Raumgeometrie und fachgerechter Montage ebenfalls gute Ergebnisse liefern.

Die höheren Anschaffungskosten eines Komfortgeräts bedeuten deshalb nicht zwangsläufig einen entsprechend höheren praktischen Nutzen in jedem Raum.

Entscheidend ist die konkrete Nutzungssituation.

Außerdem ist zu beachten, dass die Preise ausschließlich die Innengeräte betreffen. Die Gesamtkosten einer Anlage umfassen unter anderem Außengerät, Installation und gegebenenfalls weitere Komponenten.

06 – Geräuschentwicklung: Warum die dB(A)-Angabe allein nicht genügt

Gerade in Büros kann die Geräuschentwicklung eines Klimageräts eine wesentliche Rolle spielen.

Für konzentrierte Tätigkeiten, Telefonate und Besprechungen ist ein möglichst unauffälliger Betrieb wünschenswert.

Hersteller geben die Geräuschemission häufig in dB(A) an.

Dabei muss jedoch zwischen zwei unterschiedlichen Messgrößen unterschieden werden:

Schalldruckpegel

Er beschreibt den Schalldruck an einem bestimmten Messpunkt und hängt unter anderem von Messabstand und Umgebungsbedingungen ab.

Schallleistungspegel

Er beschreibt die gesamte von einer Schallquelle abgegebene Schallleistung und ist eine andere Messgröße.

Beide Angaben dürfen nicht unmittelbar miteinander verglichen werden.

Bei besonders leisen Komfortgeräten werden für die niedrigsten Lüfterstufen teilweise Schalldruckpegel im Bereich von etwa 16 bis 19 dB(A) angegeben. Diese Größenordnung darf allerdings nicht pauschal auf alle Modellvarianten übertragen werden.

Für einen belastbaren Vergleich müssen jeweils aktuelle Herstellerdatenblätter mit vergleichbaren Betriebsbedingungen herangezogen werden.

Außerdem ist zu beachten, dass die Geräuschentwicklung mit zunehmender Lüfterleistung steigen kann.

 

Merksatz: Ein niedriger Geräuschwert auf der kleinsten Lüfterstufe sagt noch nicht aus, wie leise ein Klimagerät bei hoher sommerlicher Kühllast tatsächlich arbeitet.

07 – Montage und Einstellung entscheiden über den tatsächlichen Komfort

Selbst ein hochwertiges Klimagerät kann ein unbefriedigendes Raumklima verursachen, wenn Montageposition und Einstellungen nicht zur Raumnutzung passen.

Vor der Installation sollten daher die Lage der Arbeitsplätze, die Raumgeometrie, mögliche Hindernisse und die gewünschte Luftführung betrachtet werden.

Für die Praxis empfehlen sich folgende Maßnahmen:

  1. Montageposition sorgfältig wählen: Der Hauptluftstrom sollte nicht dauerhaft direkt auf Kopf, Nacken, Schultern oder Beine der Beschäftigten gerichtet sein.

  2. Luftleitlamellen richtig einstellen: Die Luft sollte möglichst so verteilt werden, dass eine gleichmäßige Raumtemperatur erreicht wird.

  3. Lüfterleistung bedarfsgerecht regeln: Niedrige Lüfterstufen können sowohl die Geräuschentwicklung als auch störende Luftbewegungen reduzieren.

  4. Raumtemperatur sinnvoll einstellen: Eine unnötig starke Abkühlung sollte vermieden werden.

  5. Beschwerden berücksichtigen: Meldungen über Zugluft oder störende Geräusche sollten zum Anlass genommen werden, Einstellungen und Luftführung zu überprüfen.

  6. Wärmeeinträge reduzieren: Sonnenschutz, geeignete Lüftung und die Verringerung innerer Wärmelasten können den Kühlbedarf erheblich beeinflussen.

HILLEBRAND-CHECK – Drei Fragen vor der Installation

  • Wo befinden sich die dauerhaft besetzten Arbeitsplätze?

  • In welche Richtung wird die gekühlte Luft hauptsächlich ausgeblasen?

  • Kann die gewünschte Raumtemperatur ohne störende Luftströmungen und übermäßige Geräuschentwicklung gehalten werden?

Diese Fragen sollten vor der endgültigen Festlegung der Montageposition geklärt werden.

08 – Klimatisierung als Bestandteil des betrieblichen Hitzeschutzes

Der Schutz vor sommerlicher Wärmebelastung ist ein wichtiger Bestandteil des betrieblichen Arbeitsschutzes. Unternehmen sollten deshalb rechtzeitig prüfen, wie sich eine übermäßige Erwärmung von Büroräumen vermeiden oder begrenzen lässt.

Die Arbeitsstättenverordnung verlangt, dass Arbeitsräume während der Nutzungsdauer eine gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur aufweisen. Konkretisiert werden die Anforderungen durch die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A3.5 „Raumtemperatur“.

Für leichte, überwiegend sitzende Tätigkeiten, wie sie in Büros typisch sind, ist grundsätzlich eine Mindestlufttemperatur von 20 °C vorgesehen. Bei sommerlicher Wärmebelastung sind insbesondere die Maßnahmen relevant, die die ASR A3.5 bei erhöhten Raumtemperaturen beschreibt.

Die technischen Regeln sehen bei hohen Raumtemperaturen abgestufte Maßnahmen vor.

Raumtemperatur über 26 °C   Abhängig von den Voraussetzungen und der konkreten betrieblichen Situation sind zusätzliche Maßnahmen zum Schutz vor Wärmebelastung zu prüfen beziehungsweise umzusetzen.

Raumtemperatur über 30 °C   Es müssen wirksame Maßnahmen getroffen werden, um die Beanspruchung der Beschäftigten zu reduzieren.

Raumtemperatur über 35 °C   Ohne besondere Schutzmaßnahmen ist ein Raum grundsätzlich nicht als Arbeitsraum geeignet.

Wichtig: Die 26-°C-Marke ist keine allgemeine gesetzliche Höchsttemperatur, bei deren Überschreitung automatisch ein Arbeitsverbot gilt. Auch bei 30 °C folgt nicht pauschal ein Verbot jeder Büroarbeit. Entscheidend sind die konkreten Anforderungen und Maßnahmen nach der ASR A3.5.

Welche Maßnahmen im Einzelfall erforderlich und zweckmäßig sind, muss anhand der tatsächlichen Arbeitsbedingungen beurteilt werden.

Eine Klimaanlage ist dabei nicht immer zwingend notwendig.

Was bedeutet das für die betriebliche Praxis?

Eine Klimaanlage kann helfen, die Raumtemperatur zu begrenzen. Sie ist jedoch nicht die einzige Möglichkeit, die Wärmebelastung zu reduzieren. Zu den möglichen Maßnahmen gehören:

  • Wirksamer Sonnenschutz: Außenliegende Beschattung kann verhindern, dass sich Räume durch intensive Sonneneinstrahlung übermäßig aufheizen.
  • Geeignetes Lüften: Fenster sollten möglichst dann geöffnet werden, wenn die Außenluft kühler ist als die Raumluft.
  • Wärmequellen reduzieren: Nicht benötigte elektrische Geräte sollten abgeschaltet werden, wenn sie zur Erwärmung des Raumes beitragen.
  • Klimaanlage richtig einstellen: Die Luftströmung sollte möglichst nicht dauerhaft direkt auf besetzte Arbeitsplätze gerichtet werden.
  • Beschwerden ernst nehmen: Hinweise auf Zugluft, störende Geräusche oder eine ungleichmäßige Kühlung sollten zum Anlass genommen werden, die Raumsituation zu überprüfen.

Die Auswahl der Maßnahmen muss zu den baulichen Gegebenheiten, der Nutzung der Räume und der tatsächlichen Wärmebelastung passen.

Merksatz: Eine Klimaanlage kann ein wichtiger Bestandteil des betrieblichen Hitzeschutzes sein. Entscheidend sind jedoch die geeignete Planung, die richtige Einstellung und das Zusammenspiel mit weiteren Maßnahmen.

09 – Fazit: Kühlen ist wichtig – komfortabel kühlen ist besser

Die nächste Hitzeperiode wird kommen. Unternehmen sollten deshalb frühzeitig prüfen, wie Arbeitsräume vor übermäßiger Erwärmung geschützt werden können.

Klimaanlagen können dabei einen wichtigen Beitrag leisten.

Entscheidend sind allerdings nicht allein der Anschaffungspreis und die Kühlleistung.

Die Art der Luftverteilung, die Position des Innengeräts, die Einstellmöglichkeiten und die Geräuschentwicklung beeinflussen wesentlich, wie angenehm eine Klimaanlage im Büroalltag empfunden wird.

Die Standardgeräte von Samsung, Daikin und Mitsubishi Electric können bei geeigneter Planung zweckmäßige Lösungen darstellen.

Komfortmodelle wie Samsung WindFree, Daikin Perfera und Mitsubishi Electric AY bieten zusätzliche Möglichkeiten, die Luftführung zu optimieren und störende Luftströmungen zu reduzieren.

Insbesondere an dauerhaft besetzten Bildschirmarbeitsplätzen können sich solche Komfortfunktionen positiv auswirken.

Unsere Empfehlung: Planen Sie die Klimatisierung eines Büros nicht allein anhand technischer Gerätekennzahlen. Berücksichtigen Sie die tatsächlichen Arbeitsplätze, die Luftführung und den sommerlichen Kühlbedarf. Eine fachgerechte Planung und Einstellung ist für ein angenehmes Raumklima mindestens ebenso wichtig wie die Wahl des Geräts.

Weiterführende Informationen

Die Produktlinks und technischen Modellangaben sind vor einer Bestellung bzw. Beauftragung zu prüfen. Der qualitative Vergleich ersetzt keine konkrete Geräteplanung durch einen Fachbetrieb.

Arbeitssicherheit Hillebrand – Beratung zum gesunden Raumklima

Ein gesundes Raumklima ist mehr als eine Frage der richtigen Klimaanlage. Temperatur, Sonneneinstrahlung, Luftbewegung und die tatsächlichen Arbeitsbedingungen müssen gemeinsam betrachtet werden.

Arbeitssicherheit Hillebrand unterstützt Unternehmen dabei, Belastungen an Büroarbeitsplätzen zu erkennen, geeignete Schutzmaßnahmen festzulegen und deren Wirksamkeit zu überprüfen.