CHECK Gefährdungsbeurteilung Hautschutz – Hautgefährdungen im Betrieb systematisch ermitteln

Arbeitsmedizinische Vorsorge bei Feuchtarbeit und Hautbelastungen in Gastronomie, Druckerei und Maschinenbau

Die Gefährdungsbeurteilung Hautschutz bildet die Grundlage, um Hautgefährdungen durch Feuchtarbeit, Gefahrstoffe und andere hautbelastende Tätigkeiten systematisch zu erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen festzulegen. Unser digitaler CHECK unterstützt Unternehmen dabei, die tatsächlichen Arbeitsbedingungen strukturiert zu ermitteln.

Hautgefährdungen treten in zahlreichen Unternehmen auf. Häufiges Händewaschen, Feuchtarbeit, Reinigungsmittel, Kühlschmierstoffe und der Umgang mit hautgefährdenden Gefahrstoffen können die natürliche Schutzfunktion der Haut beeinträchtigen.

Besonders betroffen sind Tätigkeiten in der Gastronomie, in Druckereien, im Maschinenbau und in der Metallbearbeitung. Auch das Tragen flüssigkeitsdichter Schutzhandschuhe muss bei der Beurteilung möglicher Hautbelastungen berücksichtigt werden.

Mit unserem CHECK Gefährdungsbeurteilung Hautschutz erfassen Unternehmen ihre betrieblichen Hautgefährdungen strukturiert und schaffen die Grundlage für geeignete Schutzmaßnahmen und die Prüfung arbeitsmedizinischer Vorsorgeanlässe.

01 – Welche Hautgefährdungen werden ermittelt?

Der CHECK unterstützt die systematische Bestandsaufnahme der tatsächlichen Arbeitsbedingungen. Im Mittelpunkt stehen insbesondere:

  • Tätigkeiten mit Wasser, wässrigen Flüssigkeiten und häufigem Händewaschen

  • Hautkontakt mit Reinigungsmitteln, Desinfektionsmitteln, Lösemitteln und weiteren Gefahrstoffen

  • Verwendung flüssigkeitsdichter Schutzhandschuhe, einschließlich Tragezeiten und Wechselhäufigkeit

  • Vorhandene technische, organisatorische und persönliche Hautschutzmaßnahmen

  • Betriebliche Hautschutzpläne, Unterweisungen und arbeitsmedizinische Vorsorge

Maßgeblich sind die konkreten Tätigkeiten und Hautbelastungen – nicht allein die Berufsbezeichnung der Beschäftigten.

02 – Vom CHECK zur Gefährdungsbeurteilung Hautschutz

Der CHECK wird mit einer geeigneten betrieblichen Ansprechperson durchgeführt, die die Arbeitsverfahren, verwendeten Stoffe und organisatorischen Abläufe kennt.

Die erfassten Angaben werden anschließend fachlich ausgewertet. Bei Bedarf werden einzelne Sachverhalte durch Arbeitsplatzbesichtigungen, Gespräche oder die Prüfung von Sicherheitsdatenblättern konkretisiert.

Darauf aufbauend werden die Hautgefährdungen bewertet, erforderliche Schutzmaßnahmen festgelegt sowie Verantwortlichkeiten und Umsetzungstermine bestimmt. Abschließend ist die Wirksamkeit der Maßnahmen zu überprüfen.

Wichtig: Der CHECK ist ein Ermittlungsinstrument und ersetzt nicht die vollständige Gefährdungsbeurteilung.

Die gesetzlichen und methodischen Grundlagen erläutern wir ausführlich in unserer Drehscheibe:

03 – Hautschutz und arbeitsmedizinische Vorsorge

Die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung dienen auch dazu, die gesetzlich erforderliche arbeitsmedizinische Vorsorge zu bestimmen.

Bei Feuchtarbeit können beispielsweise die Dauer des Wasserkontakts, die Häufigkeit des Händewaschens sowie bestimmte Wechsel zwischen Händewaschen und flüssigkeitsdichten Schutzhandschuhen maßgeblich sein.

Auch der Umgang mit hautgefährdenden oder sensibilisierenden Gefahrstoffen kann eigenständige Vorsorgeanlässe begründen.

Ausführliche Informationen zu den Voraussetzungen für Pflicht- und Angebotsvorsorge sowie Praxisbeispiele aus Gastronomie, Druckereien und Maschinenbau finden Sie in unserem Fachbeitrag:

Einen übergeordneten Überblick über Vorsorgepflichten, Organisation und Fristen bietet unsere Drehscheibe:

CHECK Gefährdungsbeurteilung Hautschutz

So funktioniert unser digitaler CHECK Hautschutz

Mit unserem digitalen CHECK erfassen wir gemeinsam mit einer geeigneten betrieblichen Ansprechperson die vorhandenen Hautgefährdungen und Schutzmaßnahmen. Der strukturierte Fragebogen bildet die Grundlage für die anschließende fachliche Bewertung und die Entwicklung geeigneter Maßnahmen.

Screenshot des digitalen CHECK Gefährdungsbeurteilung Hautschutz zur Ermittlung betrieblicher Hautgefährdungen mit Microsoft Forms

CHECK Hautschutz – digitale Ermittlung betrieblicher Hautgefährdungen mit Microsoft Forms

Regelwerke und fachliche Grundlagen

→ TRGS 401 – Gefährdung durch Hautkontakt
Technische Regel für Gefahrstoffe: Ermittlung, Beurteilung und Schutzmaßnahmen bei Hautgefährdungen, einschließlich Feuchtarbeit.

→ DGUV: Neue TRGS 401 – Empfehlungen zur Bewertung von Hautgefährdungen
Fachliche Erläuterungen zur Anwendung der aktualisierten TRGS 401 und zur arbeitsmedizinischen Vorsorge.